Rettung aus Höhen und Tiefen

7. März 2021
Aktiv

Die Drehleiter ist wohl das Fahrzeug, das man als erstes mit einer Feuerwehr in Verbindung bringt und das auch völlig zu Recht, denn sie ist ein absoluter Allrounder und für viele Arten von Einsätzen unabdingbar. Die bekanntesten und geläufigsten Einsatzgebiete sind die Brandbekämpfung und das Retten aus der Höhe von gefährdeten, verletzten oder erkrankten Personen bei Bränden. Auch die Unterstützung des Rettungsdienstes z.B. zur Rettung von Personen aus oberen Stockwerken erfolgt mit der Drehleiter.

Jedoch ist die Drehleiter nicht nur für den Einsatz in der Höhe wichtig, sondern sie ist auch notwendig, um aus der Tiefe Retten zu können. Oftmals rückt sie daher auch zu Verkehrsunfällen und sonstigen Einsätzen aus, die auf den ersten Blick vielleicht keinen Einsatz einer Leiter erfordern würden. So kann es beispielsweise vorkommen, dass bei einem Verkehrsunfall ein PKW eine Böschung hinabrutscht. Die Drehleiter ermöglicht es uns in solchen Fällen, den Verletzten auf eine schonende und erschütterungsfreie Art und Weise zu retten.

Durch die sogenannte Kranfunktion der Drehleiter ist es möglich, punktgenau anzuheben und abzulassen, was sie auch zum Mittel der Wahl bei Schachtrettungen macht. Hier wird je nach Zustand des Patienten und Verletzungsmuster eine Trage oder Rettungswindel am Leiterpark angehängt, wobei hier Seillängen von 3m, 6m, 9m und 12m möglich sind. Zusätzlich kann auch ein Sanitäter angehängt werden, um so eine optimale Betreuung des Patienten zu gewährleisten.

Wird die Drehleiter bei Einsätzen z.B. auf der Landstraße nicht an vorderster Front benötigt, kann sie mit ihren drei Besatzungsmitgliedern auch gut zur Verkehrsabsicherung oder Straßensperre eingesetzt werden.